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Echt gut – Das Ehrenamt in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind 42% aller Menschen ehrenamtlich engagiert. Besonders hoch ist der Anteil der Engagierten dort, wo es die wenigsten erwarten würden: Bei den jungen Menschen! Das finden wir vom Landesjugendring Baden-Württemberg echt gut!
Echt schlecht – Das neue Gesetz zum Sonderurlaub

Die Landesregierung versucht durch verschiedene Formen, die wichtige Arbeit von ehrenamtlichen Menschen zu unterstützen. Doch es zeigt sich im Alltag, wie wichtig das viel gerühmte Ehrenamt wirklich ist. Leider müssen wir als Landesjugendring Baden-Württemberg feststellen, dass bei der derzeit diskutierten Reform des „Gesetzes zur Stärkung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit“ die Interessen der Wirtschaft bisher von der Landesregierung wichtiger genommen wurden als die Interessen der Ehrenamtlichen. Das finden wir echt schlecht!
Saure Zitrone für die FDP-Fraktion


Saure Zitronen und die Kommentare der Internetseite www.echt-schlecht-bw.de übergab Isabel Hoever, stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings, am 7.11.2007 vor der abschließenden Beratung und Beschlussfassung an Dr. Ulrich Noll , den Fraktionsvorsitzenden der FDP-/DVP-Fraktion im Landtag. Leider konnte auch diese Aktion das Abstimmungsergebnis im Landtag nicht mehr beeinflussen. Trotz entsprechender Änderungsanträge von SPD und Grünen wurde das „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts“ in der von Landesregierung vorgelegten Form verabschiedet.

Dankeschön an die Engagierten im Land!
Der Vorstand des Landesjugendrings Baden-Württemberg dankt allen für ihre Unterstützung, die in den letzten zwei Wochen die Seite echt-schlecht-bw.de aufgerufen, hier gevotet, ihre Kommentare eingestellt und ihre Erfahrungen geschildert haben. Das war ein starkes Signal für das breite Engagement für die Jugendarbeit in Baden-Württemberg! Er dankt auch all denen, die selbst noch mal direkt mit PolitikerInnen in Kontakt getreten sind.

Und jetzt?
Der Landesjugendring ruft JugendleiterInnen in der Ausbildung und im Beruf dazu auf, die Freistellungsregelung offensiv zu nutzen. Bei den genannten Tagen handelt es sich um einen Mindestanspruch! Er bittet JugendleiterInnen ihre Erfahrungen mit großzügiger oder restriktiver Handhabung des neuen Gesetzes an den Landesjugendring weiterzugeben. Nur auf Basis solcher Informationen kann die Wirkung des Gesetzes belegt oder widerlegt werden!

 
Eure Meinung ist uns wichtig! Wenn Ihr unseren Protest gegen das aktuelle Gesetzesvorhaben unterstützen wollt, könnt Ihr das hier mit einem kurzen Statement tun.
  Besonders kritisieren wir den Passus im neuen Gesetz, dass eine Freistellung verweigert werden kann, wenn „wichtige dienstliche oder betriebliche Gründe“ dagegen sprächen. Das ist nicht ehrenamtsfreundlich! Auch die Einschränkung des Anspruchs für Auszubildende auf fünf Tage ist ehrenamtsfeindlich und nicht nachvollziehbar.

Auf dieser Homepage informiert der Landesjugendring nicht nur über die derzeitige Diskussion um den Sonderurlaub. Wir wollen auch eine Plattform bieten, auf der Ihr Eure Meinung zum Ausdruck bringen könnt. Diese findet ihr auf der Seite „Eure Meinung“.

Der Landesjugendring hatte vor den Beratungen des Gesetzes im Sozialausschuss und im Schule-, Jugend- und Sportausschuss des Landtags nochmals differenzierte Begründungen zur Sicht des Ehrenamts auf die vorgesehenen Veränderungen, besser: Verschlechterungen, an die Fraktionen im Landtag verschickt. Der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Ulrich Noll, hat hierauf in einem Brief an den LJR-Vorsitzenden geantwortet. Allerdings können auch diese Ausführungen zur Position der FDP die Bedenken der Jugendorganisationen nicht aus dem Weg räumen, wie die Reaktion des LJR-Vorsitzenden zeigt.